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Der Klimawandel ist präsent: Wetterextreme verursachten in 2017 einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 320 Mrd. US-Dollar.


Die Folgen äußern sich nicht nur in Form von „direkten“ Gebäude- oder Infrastrukturschäden in den beeinträchtigten Regionen: Ein Großteil der Schäden resultiert aus Betriebsunterbrechungen, die beispielsweise auf den Ausfall von Zulieferern in den betroffenen Regionen zurückzuführen sind.

Wie lange kann Ihr Unternehmen produzieren, wenn zentrale Lieferanten aufgrund eines Extremwetterereignisses ausfallen? Wie wirkt sich eine mehrstündige Störung Ihres Rechenzentrums aufgrund eines Blitzeinschlags auf die Arbeitsfähigkeit Ihres Unternehmens aus?

Inwieweit beeinflusst der Klimawandel die Beschaffenheit oder die Verfügbarkeit von Rohstoffen, die für Ihr Unternehmen essentiell sind? Inwieweit gilt es neue Produktportfolios zu entwickeln und neue Wachstumsmärkte zu identifizieren, wenn das Kerngeschäft Ihres Unternehmens (z. B. Verbrennungsmotoren) wegbricht?

Aufgrund der komplexen Wertschöpfungsketten müssen Unternehmen beim Management von Klimarisiken „über den Tellerrand hinaus“ blicken. Der Fokus auf den Unternehmensstandort reicht nicht aus. Vielmehr muss die gesamte Wertschöpfungskette – angefangen bei der Rohstoffgewinnung, entlang der Lieferketten bis hin zu den Absatzmärkten – unter die Lupe genommen werden.

 

Ziel unseres Projekts „Klimawandel – Challenge Accepted!“ war es, Unternehmen hierbei gezielt zu unterstützen.

 

KLIMAWANDEL

CHALLENGE ACCEPTED!

DAS PROJEKT

Das Projekt adressierte Unternehmen aller Branchen und richtete sich vor allem an Umwelt-, Energie-, Klima- und Nachhaltigkeitsbeauftragte sowie Mitarbeiter aus Einkauf, Beschaffung und Logistik. Das gesamte Projektangebot war kostenfrei.

Das Projekt bestand aus drei Bausteinen, die aufeinander aufbauten:

In der >> Warm-up-Phase fanden vier halbtägige Seminare statt. In deren Rahmen zeigten Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft auf, welche Klimarisiken entlang der Wertschöpfungskette von Unternehmen lauern und wie diese identifiziert und gemanagt werden können. Im Fokus standen die Sicherung der Rohstoffversorgung, die Identifizierung möglicher Schwachstellen in der Lieferkette sowie die Standortgestaltung. Die Seminare fanden zwischen Juli 2018 und Januar 2019 in München statt und konnten einzeln besucht werden.

In 2019 wurde ein >> Netzwerk lanciert, in dem Unternehmen gemeinsam mit anderen Unternehmen schrittweise ihre individuelle Klimarisikomanagementstrategie entwickelten. Hierzu wurden fünf ganztägige Workshops durchgeführt. In diesen erlernten die Teilnehmer mittels praxisnahen Fachvorträgen das Know-how und Handwerkszeug zum Umgang mit den Klimarisiken entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette. Das erworbene Wissen wurde durch Gruppenarbeiten unmittelbar angewandt. Darüber hinaus bearbeiteten die Teilnehmer zwischen den Workshops Hausaufgaben. Hierdurch erarbeiteten sie Step-by-Step Ihre persönliche Strategie zur Bewältigung der Challenge „Klimawandel“. Die Workshops des Netzwerks fanden im Jahresverlauf 2019 statt.

Gemeinsam mit den Netzwerkteilnehmern wurde ein excelbasiertes Tool enwickelt:

Der sog. >> "ClimateRisk-Mate" unterstützt Unternehmen bei der Identifizierung und Bewertung von Klimarisken entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

In unserem >> Blog finden Sie Best-Practice-Beispiele, Tools, innovative Projekte und Initiativen, interessante Studien und Analysen sowie News zu politischen Entwicklungen und Veranstaltungshinweise rund um das Management von Klimarisiken.

 

Basierend auf den Ergebnissen der Warm-up-Phase und des Netzwerks wurde ein
>> Leitfaden erstellt. Dieser richtet sich primär an Unternehmen, die nicht an dem Projekt teilgenommen haben. Der Leitfaden unterstützt Sie mit konkreten Handlungsempfehlungen und Best-Practice-Beispielen „auf eigene Faust“ Ihre Strategie zur Bewältigung der Klimarisiken zu erarbeiten, die die gesamte Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens berücksichtigt.

BAUSTEINE

WARM-UP-PHASE

In vier halbtägigen Seminaren wurde verdeutlicht, welche Klimarisiken entlang der Wertschöpfungskette von Unternehmen lauern und wie diese identifiziert und gemanagt werden können.

NETZWERK

Eine Gruppe von Unternehmen erarbeitete Step-by-Step ihre individuelle Strategie für das Management der Klimarisiken an ihrem Standort, ihren Zulieferketten und Absatzmärkten.

 

BLOG

Entdecken Sie Best-Practice-Beispiele, Tools, innovative Projekte und Initiativen, spannende Studien sowie News zu politischen Entwicklungen rund um das Management von Klimarisiken.

 

Weiterführende Informationen können Sie dem >> Projektflyer und dem >> Netzwerkflyer entnehmen.

Bei Fragen rund um das Projekt stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und freuen uns auf Ihre
>> Kontaktaufnahme.

Sofern Sie über unsere weiteren Aktivitäten auf dem Laufenden gehalten werden möchten, können Sie sich >> hier für unseren kostenfreien Newsletter anmelden.

INITIATOR DES PROJEKTS

Das Vorhaben "Klimawandel - Challenge Accepted! - Erarbeitung eines Bildungsmoduls zur Sensibilisierung von Unternehmen für die Notwendigkeit der Anpassung an die Folgen des Klimawandels und zur aktiven Unterstützung bei der eigenständigen Entwicklung einer betrieblichen Anpassungsstrategie" wurde im Rahmen des >> Förderprogramms für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel vom >> Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Förderkennzeichen: 03DAS137, Förderschwerpunkt: Entwicklung von Bildungsmodulen zu Klimawandel und Klimaanpassung) unterstützt. Das Projekt lief von Januar 2018 bis Dezember 2019.

Initiiert wurde das Vorhaben durch >> co2ncept plus – Verband der Wirtschaft für Emissionshandel und Klimaschutz e. V. Der Verband wurde 2005 gegründet, um emissionshandelspflichtigen Unternehmen Hilfestellungen für die betriebliche Umsetzung des EU-Emissionshandelssystems an die Hand zu geben. Aufgrund des Zusammenwachsens der klima- und energiepolitischen Zielsetzungen sind in den vergangenen Jahren neben dem Emissionshandel auch die Energieeinsparung und -nutzung, die Eigenerzeugung, das Datenmanagement sowie die nachhaltige Berichterstattung in den Fokus der Verbandstätigkeit gerückt.

Vor diesem Hintergrund vertritt co2ncept plus sowohl von emissionshandelspflichtigen als auch nicht-emissionshandelspflichtigen Unternehmen die Interessen. Zu den Mitgliedern des Verbandes zählen Unternehmen verschiedenster Branchen, z. B. des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes, der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche, des Bausektors, der Energie- und Wasserversorgung sowie der Finanz-, Versicherungs- und Dienstleistungsbranche.

 

Speziell für den Umgang mit dem „Betriebsrisiko Klimawandel“ verfügt der Verband über einen breiten Erfahrungsschatz. Hierzu wurden in den vergangenen Jahren diverse Veranstaltungen organisiert und Projekte wie das >> „Netzwerk Klimadialog“ durchgeführt. Darüber hinaus engagiert sich der Verband im Rahmen des Umweltpakts Bayern.

AKTUELLES

Auf unserer Webseite stehen Ihnen nun sämtliche Arbeitsunterlagen aus dem >> Netzwerk Klimarisikomanagement 2050, der >> Leitfaden "Klimarisikomanagement 2050 – Betriebliche Klimarisikostrategie Step-by-Step entwickeln" sowie das Excel-Tool >> ClimateRisk-Mate zur Verfügung.

 

Diese unterstützen Sie beim Aufbau eines vorausschauenden, proaktiven und vor allem ganzheitlichen Klimarisikomanagements.

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